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Was ist Seife?

Seife ist das Resultat aus der Reaktion von Fetten mit einer Lauge, in unserem Fall NaOH. Dabei werden die Fettsäuren von dem Glycerinmolekühl getrennt und es entsteht Seife. Chemisch gesehen ist die Seife also das Natriumsalz der Fettsäuren.

 

Bei der klassischen industriellen Seife wird das Glycerin dann getrennt und für andere Produkte verwandt, bei handgemachten Seifen bleibt es enthalten, dadurch sind diese viel sanfter zur Haut.

 

Wenn man weniger Lauge dazu gibt als es benötigt das komplette Fett zu verseifen, bleibt Fett in der Seife enthalten. Man spricht dann von einer Überfettung oder Unterlaugung. Seifen die nicht überfettend sind eignen sich eigentlich nur zum Putzen, denn sie sind zu aggressiv für die Haut.

 

Fett aus Gylcerin und Fettsäuren
Seife aus Glycerin und Fettsäuresalzen

Überfettung von Seifen

Eine normale Hautseife hat meiste eine Überfettung zwischen 5% und 15%. Bei einer Shampooseife arbeitet man in der Regel mit 2-4% Überfettung, ich habe persönlich aber die besseren Erfahrungen mit einer Überfettung von 6-9% gemacht, das ist stark abhängig von der Haarstruktur. Da wir das Hundefell und die Haut nicht so stark entfetten wollen um den natürliche Schutzmantel nicht zu stark zu stören, arbeiten wir bei den Fellseifen unterm Strich meist mit mindestens 9% Überfettung.

Verseifungsmethoden

Es gibt grob gesagt 2 verschiedene Arten der Verseifung. Einmal die kalte und einmal die heiße Variante.

 

kalte Verseifung

Bei der kalten Verseifung werden die Fette geschmolzen, die Lauge angerührt und abkühlen gelassen, alles wird zusammen gemischt, eingeformt und aushärten gelassen. Bei der Reaktion erwärmt sich der Seifenleim ohnehin. Eine solch hergestellte Seife muss mindestens 4-6 Wochen reifen ehe die Reaktion vollkommen durchlaufen ist und sie verwendet werden kann, andernfalls ist sie noch ätzend.

heiße Verseifung

Auch aus diesem Grund haben wir uns für eine Heißverseifung entschieden. Dabei wird der Leim auf einer bestimmten Temperatur gehalten und reagiert sofort komplett. Anschließend können noch ganz gezielt Pflegeöle hinzugefügt werden, die man wegen ihrer Wirkung haben möchte und die dann nicht mehr verseift werden. Anschließend wird eingeformt, die Seife härtet aus und ist nach 1-2 Tagen Trocknungszeit nutzbar. Der Nachteil ist, dass die Struktur dieser Seifen deutlich gröber ist als von feinen kaltgesiedeten Seifen.

Welche Fette?

Die Wahl der Fette in einer Seife entscheidet über die späteren Eigenschaften der Seife.

So gibt es Fette die besonders gut schäumen (z.B. Kokosöl), Fette die das Schaumfett unterstützen (z.B. Rizinusöl), Pflegefette, die die Seife fest machen (z.B. Sheabutter oder Olivenöl) und Pflegefette die eine ganz besondere Wirkung auf die Haut oder das Haar haben (z.B. Arganöl, Avocadoöl oder Brokkolisamenöl).

 

Je nachdem welche Wirkung und Eigenschaften man gerne hätte, muss man die Fette und deren Mengen entsprechend zusammenstellen.

 

Fellseife

Eine Haarseife enthält im Vergleich zu einer Körperseife mehr Schaumfette, denn sie soll ja im Haar gut aufschäumen und sich gut verteilen lassen. Außerdem enthält sie andere Pflegeöle oder andere ätherische Öle die eine besondere Wirkung auf das Haar haben und die Überfettung ist eine andere als bei normalen Duschseifen. Deshalb werden die Haare auch nicht schön, wenn man sie mit einer normalen Duschseife wäscht, abhängig natürlich von der Haarstruktur.

 

Der große Unterschied zu Shampoos ist, dass eine Seife keine Silikone, Parabene, PEGs und den ganzen Kram enthält, welche die nassen Haare glatt machen. Beim Waschen mit warmen Wasser und einer Lauge öffnet sich die Schuppenstruktur der Haare, beim Trocknen legt diese sich automatisch wieder an, jedoch fühlen sich die Haare im nassen Zustand dann nicht schön an. Es lässt sich nur schwer mit der Hand durch fahren, es gibt ein sehr stoppendes Gefühl und kämmen ziept ebenfalls. In industriellen Produkten sind deshalb Stoffe beigesetzt, die sich um das Haar legen, damit es sich besser anfühlt. Jedoch geht darunter häufig die Haarstruktur kaputt ohne dass man es merkt.

Für ein besseres Haargefühl nimmt man stattdessen eine saure Rinse und gezielte Pflegeöle.

Vorteile von selbstgemachten Seifen

  • Ergiebigkeit
    Eine Seife hält deutlich länger als ein flüssiges Produkt, dadurch ist die Verwendung unterm Strich günstiger, dazu muss die Seife immer gut durchtrocknen.
  • Verträglichkeit
    Eine Seife lässt sich nicht so leicht überdosieren wie ein flüssiges Produkt was vor allem bei empfindlicher Haut von Vorteil ist, außerdem enthält sie weniger Allergene.
  • Rückfettung
    Feste Seifen mit guter Überfettung sind deutlich milder und rückfettender als flüssige Tenside.
  • Umweltverträglichkeit
    Eine Seife produziert deutlich weniger Verpackungsmüll und ist biologisch besser abbaubar als andere Tenside
  • Frei von künstlichen Zusatzstoffen
    Da wir ohne künstliche Pigmente und ohne Duftöle arbeiten, sind unsere Seifen komplett frei von künstlichen Zusatzstoffen, Silikonen und Mikroplastik
  • Keimfrei
    Auf festen Seifen haben Bakterien durch die alkalische Oberfläche keine Chance. Damit sie auch hübsch bleibt sollte sie immer gut Durchtrocknen können.
  • Vegan
    Für unsere Seifen benutzen wir keine tierischen Produkte

 

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